Endodontie = Wurzelbehandlung

Bei einer irreversiblen Entzündung der Zahnpulpa muss diese entfernt und der entstandene Hohlraum im Wurzelkanal dicht aufgefüllt werden. Jeder Zahn besitzt in seinem Inneren einen Hohlraum mit Nerven und Blutgefäßen (Pulpa). Dieser wird mit zunehmendem Alter enger. Bei einer Schädigungen des Zahnes, z.B. durch Karies, kommt es aufgrund der Entzündung zu einem Druckanstieg in der Pulpenkammer. Die Durchblutung und die Heilungsfähigkeit der Zahnpulpa ist dann stark eingeschränkt, das Gewebe stirbt ab. Im fortgeschrittenen Stadium entzünden Bakterien und die zerfallenen Gewebsreste den umgebenen Knochen und lösen ihn auf. So erklären sich Schmerzen beim Zubeißen. Es ist sehr schwierig, dieses komplizierte Kanalsystem zugänglich zumachen, in seiner ganzen Länge zu erweitern und zu reinigen.

Gerade bei den Verfahren für eine Wurzelkanalbehandlung hat es in den letzten Jahren eine rasante Fortentwicklung gegeben. Hinter dem, was moderne Endontologie heute zu leisten vermag, bleiben die Möglichkeiten einer Kassenbehandlung immer weiter zurück. Zu den Konditionen der gesetzlichen Krankenkassen lässt sich eine derart material- und zeitintensive Behandlung nach "state of the art" nicht erbringen. Eine Honorierung, die sich an den Behandlungsstandard der 70er Jahre orientiert und die auch noch durch budgebedingte Kürzung gefährdet ist, macht eine finanzielle Beteiligung des Patienten an weiterführenden Maßnahmen notwendig.

Zur exakten Längenbestimmung der Wurzeln verwende ich anstelle von Röntgenbildern elektronische Messgeräte. Diese liefern sehr genaue Ergebnisse, außerdem werden dadurch Röntgenmessaufnahmen eingespart.

Zum Erweitern der manchmal nur 0,1 mm engen Kanäle setze ich maschinelle Aufbereitungssysteme ein, die auch anderweitig nicht korrekt aufbereitbare Wurzelkanalabschnitte erreichen. So können gewebeauflösende Spüllösungen tief in das ganze Kanalsystem vordringen. Verstärkt wird deren Wirkung durch Ultraschallanwendung, Bakterien und Pulpenreste können erfolgreich durch dieses zeitaufwändige Vorgehen aus dem feinen und verzweigten Kanalsystem entfernt werden. In einer weiteren Sitzung kann ich diese Kanäle auffüllen und dicht verschließen. So gelangen keine Bakterien mehr zur Wurzelspitze. Dank meiner Erfahrung mit neuesten Technologien, speziellen Hilfsmitteln und dem Arbeiten mit Lupenbrille liegt die Erfolgsquote bei über 94 %. Es können auch Zähne erhalten werden, die aus Sicht der Krankenkassenbestimmungen nicht erhaltungswürdig sind. Denn bei der Anwendung der beschränkten Möglichkeiten einer Kassenbehandlung hätten sie keine gute Langzeitprognose. Die Behandlung hinterer Backenzähne kann sich, auf verschiedene Sitzungen verteilt, über mehrere Stunden erstrecken. Hilfreich ist hier die zahnärztliche Hypnose. Sehr schwierige Wurzelkanalbehandlungen überweise ich an einen zertifizierten Spezialisten für Endodontie.

Häufig ist ein wurzelgefüllter Zahn stark ausgehöhlt und mechanisch geschwächt. Seit einigen Jahren klebe ich zur Verstärkung in diese Zähne Glasfaser- oder Kohlefaserstifte. Anschließend wird der Zahn mit Kunststoff und Keramik in seiner Form und Fülle wieder aufgebaut. Umfassende Informationen zur Wurzelbehandlung finden Sie in der wissenschaftlichen Stellungnahme der DGZH und DGZ. Sehr informativ ist www.endodontie-online.com

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