Vollkeramische Restauration ohne Metall bei CMD " State of the Art"

Totalrestauration mit drei unterschiedlichen Keramikverfahren

Anamnese und Diagnostik

Frau Y ließ sich regelmäßig die Zähne professionell reinigen, war aber mit dem Erscheinungsbild ihres Lächelns nicht zufrieden. Ihr bisheriger Zahnarzt hatte die Anfertigung von Backenzahnkronen im Unterkiefer links vorgesehen. Sie hatte aber Angst vor einer längeren Behandlung, denn das lange Liegen verursachte ihr Rückenschmerzen. Sie versprach sich Erleichterung durch zahnärztliche Hypnose und suchte unsere Hilfe. Die zahnärztliche Untersuchung zeigte Verschleisserscheinungen an den über 20 Jahren alten Kronen, die auch für die Kiefergelenks- und Rückenprobleme verantwortlich waren.
Ein teilweiser oder sukzessiver Ersatz der alten Kronen hätte die Chance vertan, die krankhafte Bisslage zugunsten einer neuen, beschwerdefreien zu verändern. Bei einer cranio-mandibuläre Dysfunktionen (CMD) ist der Unterkiefer (Mandibula) durch Zahnfehlstellung zum Kopf (Cranium) nicht physiologisch ausgerichtet, was zu entsprechenden Dysfunktionen der Muskulatur und der Kiefergelenke führt. Zähne, Kiefergelenke und Muskeln auch in entfernten Körperregionen können schmerzen.

Behandlungsplanung

Etablierung einer neuen Bisshöhe und -lage durch Schienentherapie und Einschleifen der Zähne in Richtung einer harmonischen Okklusion.
Drei verschiedene Versorgungsarten sind geplant:
keramisch verblendete Presskeramikkronen für den ästhetisch kritischen Oberkieferfrontzahnbereich,
adhäsiv befestigte Sinterkeramik-Veneers zum Aufbau einer Eckzahnführung an 33, 43;
44 Vollkeramische Teilkrone (Sinterkeramik),
Zirkondioxydkronen / Brücken (CAD/CAM) 17-14; 24, 25; 26 Brückengliedanhänger, 34, 35, 36 ZrO2 Kronen, 45-47 ZrO2 Brücke
Verlängerung der abradierten UK-Front durch Veneers soll später separat erfolgen, übergangsweise Verlängerung mit Composit

Therapie

Frau Y ist an einer grundlegenden Gebisssanierung interessiert und bereit, auch als gesetzlich Versicherte dafür Mittel bereitzustellen. Es wurde nach umfangreichen Vermessungen eine Aufbissschiene angefertigt, die die Fehlposition des Unterkiefers ausgleicht. Da Frau Y in der Vergangenheit von Betäubungsspritzen Herzrasen bekommen hatte, wurde die Parodontitisbehandlung in Hypnose mit reduzierter Menge an Lokalanästhetikum durchgeführt.

Der Oberkiefer und der Unterkiefer wurde innerhalb von zwei Tagen für die Anfertigung der Kronen vorbereitet. Die mehrstündigen Sitzungen erlebte Frau Y entspannt und mühelos in Hypnose. 14 Tage später, zwischenzeitlich wurde die Ästhetik und Passform bei Anproben beurteilt, konnten die zahntechnischen Kunstwerke dauerhaft eingeklebt werden.

Schlussbefund - Epikrise

In dem vorliegenden Fall handelt es sich um eine umfangreiche Sanierung des gesamten Gebisses mit drei verschieden adhäsiv befestigten Keramiksystemen. Das Gerüst für die Seitenzähne wurde mit einem CAD/CAM Verfahren aus Zirkondioxid hergestellt und keramisch verblendet. 33, 43 und 44 wurden mit Veneers und Teilkronen aus Sinterkeramik restauriert, die Oberkieferfrontzähne mit verblendeten Presskeramik-Kronen. Nach einer Parodontalbehandlung und Schienentherapie zur Etablierung einer neuen Bisslage wurden in zwei langen Präparationssitzungen der Ober- und Unterkiefer vorbereitet, präpariert, abgeformt und provisorisch versorgt. Zuvor wurde ein Wax-Up angefertigt. Die Restaurationen wurden spaltfrei adhäsiv eingegliedert, die Kronenränder liegen in der Regel paramarginal, so dass optimale Bedingungen für ein entzündungsfreies Parodont gegeben sind. Es wurde eine bessere Front/Eckzahnführung erreicht und besonders auf eine funktionelle Okklusionsgestaltung geachtet, da die Patientin stark bruxiert.

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